Projekte beim Stadtteilbauernhof Sahlkamp

Gedämmte Wände und grünes Dach

Alle Gebäude des Stadtteilbauernhofes sind in Niedrigenergiebauweise gebaut worden. Die Außenwände bestehen aus 16 Zentimeter Zellulosedämmung zwischen einer Schalung aus Lärchenholz und Gips. Die Dächer sind mit 22 Zentimeter Zelluloseschüttung wärmegedämmt und haben eine extensive Dachbegrünung. Das bewachsene Dach wirkt einer Überhitzung des Gebäudes im Sommer erfolgreich entgegen.                                                                                                                                          Der Heizenergieverbrauch beträgt ca. 50 kWh/m2 im Jahr. Das sind 50 Prozent weniger als von der Wärmeschutzverordnung gefordert.

Blick auf die Solaranlage

“Solarmax“ - die Brennwert Zentrale

Die Gebäude des Stadtteilbauernhofes bekommen die Wärme für Warmwasser und die Heizung von einem Pufferspeicher mit 400 Liter Wasserinhalt. Das Wasser im Speicher wird im Sommer von einer Solaranlage erwärmt. Die Flachkollektoren der Solaranlage haben eine Fläche von 5,5 Quadratmetern. Sie erzeugen jährlich ca. 2.000 kWh Wärme.                                                                                    Wenn die Sonnenkraft nicht mehr reicht, heizt ein Gasbrenner mit Brennwertnutzung den Speicher nach. Die Warmwassererwärmung erfolgt über einen Wärmetauscher.   

Regenwasser-Spülung

Das Regenwasser von den Dachflächen des Stadtteilbauernhofs wird für die Toilettenspülung verwendet. Dazu wird das Dachablaufwasser in eine Betonzisterne mit 7,5 Kubikmetern Inhalt geleitet. Da die Hälfte der Dächer extensiv begrünt ist, kommt nur die Hälfte der Niederschlagsmenge von den Dächern in dem Regenwasserspeicher an. Das Betriebswasser hat durch das Bodensubstrat eine leicht bräunliche Färbung.                                                                                                                                    Durch die Regenwasseranlage können jährlich ca. 182.000 Liter Trinkwasser eingespart werden. Der Garten wird mit Grundwasser aus einer Pumpe bewässert.

Eine Trenntoilette

Die Trenntoilette

Als weitere Möglichkeit, Trinkwasser einzusparen und den Kindern das Ergebnis einfach vor Augen zu führen, ist eine Trenntoilette im Waschraum neben dem Stallgebäude eingebaut worden. Bei den Trenntoiletten ist das Toilettenbecken durch einen Steg in einen hinteren und einen vorderen Bereich unterteilt. Jeder Bereich hat einen separaten Abwasseranschluss. Bei der Betätigung des kleinen Spülknopfes wird der vordere Bereich mit 0,25 Litern Wasser gespült. Drückt man den großen Spülknopf, wird das gesamte Becken mit bis zu sechs Litern Wasser gespült. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Toilette sparen Trenntoiletten bis zu 40 Prozent des Spülwassers ein.

Brot aus dem Lehmbackofen

Auf dem Gelände des Stadtteilbauernhofes wurde im Jahr 2000 ein freistehendes Backhaus errichtet. Das Backhaus hat zwei Backöfen aus Lehm, die mit Holz gefeuert werden. Holz verbrennt CO2-neutral und ist eine regenerative Energiequelle. .

Die Kinder und Jugendlichen können in den Lehmöfen selbst Brot, Teigwaren oder Pizza unter Anleitung backen. Der große Backofen wird von innen betrieben, der kleinere Backofen wird von außen beheizt. Durch einen Holzofen ist das Backhaus auch im Winter nutzbar, auch wenn in ihm nicht gebacken wird. Die Kinder können hier dann Erfahrungen mit dem Element Feuer machen. Der Lehmofen wurde als angeleitetes Projekt von den Kinder und Jugendlichen selbst gebaut

Die Backöfen im Bau

Das Abwasser, das im Backhaus entsteht, soll in ein zwei Kubikmeter großes Schilfbeet geleitet werden, wo es verdunstet. Das Backhaus ist ein Bestandteil der ökologischen Demonstrationsanlagen auf dem Gelände. Eventuell wird in Zukunft eine Photovoltaikanlage oder ein kleines Windkraftwerk integriert. Beide werden anschaulich eine energieautarke Situation darstellen.

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