In der Siedlungswirtschaft sind Wasser, Abwasser und der Nährstoffkreislauf wichtige Themen, welche in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen werden. Zur Zeit wird der größte Teil der Nährstoffe, die wir mit der Nahrung aufnehmen, in die Gewässer abgeleitet oder mit stark verunreinigtem Klärschlamm entsorgt. Über das Abwasser gehen dabei die begrenzten Rohstoffe Phosphor und Kalium verloren. Um das zu verhindern, müssen die Abwasserströme wie der Müll gehandhabt werden, bei dem die Prinzipien: Müllreduzierung, Mülltrennung und Müllrecycling allgemein bekannt sind. Deshalb werden im Öko-Technik-Park Anlagen und Anlagenkomponenten betrieben und dargestellt, mit denen es möglich ist, die Nährstoffe, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen, in einen Kreislaufprozess zu überführen. Dazu gehören Grauwasseranlagen, Trenn- und Vakuumtoiletten sowie Regenwasseranlagen. |
Im Öko-Technik-Park gibt es vier verschiedene Systeme zur Grauwasseraufbereitung, die auf ihre Nutzungsfreundlichkeit und Effizienz im alltäglichen Gebrauch getestet werden. Als Grauwasseranlagen werden Systeme bezeichnet, die leicht verschmutzte häusliche Abwasser reinigen und dann für die Toilettenspülung wieder verwenden. In 48 Wohnungen der BauBeCon Immobilien GmbH wird dadurch der Wasserverbrauch um ein Drittel gesenkt. |
Das aufbereitete klare Wasser wird anschließend in einem Vorratstank zwischengespeichert und dann über ein eigenes Rohrleitungssystem zu den Toiletten-Spülkästen geführt. Insgesamt können im Haus pro Jahr etwa 1.000 Kubikmeter Trinkwasser eingespart werden. Mit Wasser- bzw. Abwasserkosten von 10,30 Mark pro Kubikmeter ist diese Anlage wirtschaftlich. |
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Mit dieser Anlage beträgt die Trinkwassereinsparung 204 Kubikmeter pro Jahr. Allerdings ist die Anlage in dieser Siedlung nur zu 25 Prozent ausgelastet. |
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Aufgrund einiger Schwierigkeiten in der Anfangsphase sind von den zwölf Ökowannen nur noch vier in Betrieb. Durchschnittlich werden in den Wohnungen etwa 20 Prozent Trinkwasser eingespart. |
Als weitere
Möglichkeit, kostbares Trinkwasser zu sparen, Abwasserströme zu reduzieren und in Biogasanlagen zu nutzen, wurde in einem Mehrfamilienhaus eine Vakuumtoilettenanlage für 32 Wohnungen mit insgesamt 80 Personen eingebaut. Im Keller des Gebäudes steht ein Edelstahltank, aus dem Luft abgesaugt und über
das Dach ausgeblasen wird. Mit Hilfe des Unterdrucks wird bei den Toiletten auf Knopfdruck ein Spülzyklus eingeleitet. Ein Abwasserventil öffnet sich, und 60 Liter
Luft werden zusammen mit 1,2 Litern Wasser abgesaugt. Eine Vakuumtrenntoilette benötigt sogar nur noch 0,2 Liter Wasser für eine Urinspülung und 0,6 Liter für eine
große Spülung. Durch den geringen Wasserverbrauch ist die Verwertung des Substrates in einer Biogasanlage möglich. Im ersten Betriebsjahr hat die Anlage die
erwartete Einsparung von 84 Prozent voll erfüllt, das sind etwa 950 Kubikmeter Wasser. |
Auch im energetischen Bereich werden im Öko-Technik-Park viele unterschiedliche Einsparungsmöglichkeiten und regenerative Quellen erprobt, um das Treibhausgas CO2 zu reduzieren. |
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Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme wird ca. 40 Prozent weniger Brennstoff benötigt als bei getrennter Erzeugung von Strom in Kraftwerken und Wärme in Heizkesseln. Gleichzeitig vermindert sich der CO2-Ausstoß um einen ähnlich hohen Anteil. Im ersten halben Betriebsjahr hat die Anlage alle Erwartungen erfüllt. Sie wird zukünftig voraussichtlich 80.000 kWh Strom und 180.000 kWh Wärme erzeugen. |
Ein Haus der BauBeCon Immobilien GmbH mit zwölf Wohnungen erhielt eine besonders gute Wärmedämmung und eine neue Dachheizzentrale mit Brennwertkesseln. Die energetische Sanierung des Gebäudes ist eines von 26 Einzelprojekten zur optimalen Altbausanierung, die von der Europäischen Union im Rahmen des Thermie-Programmes Thermie-Altbau unter der Schirmherrschaft der Stadtwerke Hannover AG gefördert wurden. Das Haus wurde 1960 erbaut und hat eine Wohnfläche von 686 Quadratmetern.
Im Rahmen einer kompletten Sanierung erhielten die Außenwände eine Thermohaut mit bis zu zwölf Zentimetern Wärmedämmung. Unter die Decke des unbeheizten Kellers wurden Hartschaumplatten montiert. Auch der
Fußboden des nicht beheizten Trockenbodens wurde besonders gedämmt. Um einen direkten Vergleich zu haben, wurde das baugleiche Nachbarhaus etwas weniger isoliert. Bei der Analyse des Heizenergieverbrauchs aller am Thermie
Altbau beteiligten Häuser wurde ein durchschnittlicher Heizenergiebedarf von 115 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche ermittelt. Das entspricht einer Halbierung des Heizenergiebedarfs gegenüber dem Verbrauch vor der Sanierung. |
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Um die Sonne als
unerschöpfliche Energiequelle zu nutzen, sind auf den Dächern von zwei baugleichen Mehrfamilienhäusern thermische Solaranlagen installiert. Thermische Solaranlagen nutzen die Sonnenstrahlen für die Erzeugung von Warmwasser. Die Solaranlagen sind zwei von 19 Einzelprojekten zur
solarthermischen Nutzung, die von der Europäischen Union im Rahmen des Thermie-Programmes “Garantierte Resultate aus Solaranlagen“ unter der Schirmherrschaft der ASEW gefördert
wurden. Der Anlagenplaner, die Anlagenhersteller und der Anlageninstallateur garantieren eine Jahresmindestleistung der Solaranlagen von 6,5 MWh/Jahr. Auf die beiden baugleichen Häuser wurden zu
Vergleichszwecken ähnlich große Solaranlagen (23,4 m |
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